Segnung von Mehrzweckanhänger und Großlüfter
(Pressebericht und Fotos von Holder Hierl)
Cham/Chammünster. „Mit dem Ventilator können wir ja in Zukunft unsere Kirche durchlüften, wenn mal zu viel Weihrauch entstanden ist“, regte Pfarrer Sebastian Scherr am Samstagabend an, als er nach dem vorgezogenen Gottesdienst vor dem Marienmünster neue Gerätschaften der Feuerwehr Chammünster segnete und offiziell in Dienst stellte. Die Wehr hatte im Sommer einen Mehrzweckanhänger bekommen, der mit einem Großraumlüfter und dem dazugehörigen Material auf drei Rollcontainern vollgepackt ist. Zur Inbetriebnahme waren auch Bürgermeister Martin Stoiber und Stadtrat Thomas Platzer (Stefan Schönberger war verhindert) seitens der Stadt Cham als Käufer des Ganzen sowie Kreisbrandrat Michael Stahl gekommen. Eingeleitet wurde die Feier durch einen Gottesdienst im Marienmünster, in dem Pfarrer Scherr bereits auf die Bedeutung der Feuerwehr für die Gesellschaft hinwies.
Nach seiner Predigt zum Tagesevangelium segnete Scherr noch eine Christophorusmedaille, die Zeichen für den Beistand Gottes in Gefahr sei, und lobte Bürgermeister Stoiber, dass er dieses Symbol für alle neuen Feuerwehrfahrzeuge in der Stadt spendet.
Nach dem Gottesdienst versammelten sich alle vor der Kirche beim Kriegerdenkmal, denn da waren die neuen Errungenschaften der Wehr sauber aufgestellt. Im Hintergrund der Anhänger, davor die drei Rollcontainer mit ihrer Ausstattung, dem Gebläse, dem elektrischen Zubehör und dem Saug- und Blasschlauch, mit dem man weit in ein Gebäude hinein die Luft austauschen kann. Die drei Fahnenjunker postierten sich mit den Feuerwehrfahnen daneben, und Kommandant Roland Schießl hieß alle zur Segnung willkommen.
Geladen waren auch Vertreter der beiden Hauptsponsoren der Geräte, die Firmen Zollner aus Zandt und Werner Rädlinger aus Windischbergerdorf, die waren aber zur Segnung noch nicht gekommen. Der neue Lüfter der Wehr soll ja gerade auch in solchen Hallen eingesetzt werden, wie sie die beiden Firmen auch im Gewerbegebiet Chammünster stehen haben. Seine Mannschaft habe schon fleißig mit dem Lüfter geübt, erwähnte Schießl, damit im Notfall alles reibungslos und unfallfrei ablaufe. Er dankte seiner Wehr, dass sie bereit war, das neue Gerät anzunehmen und damit auch zusätzliche Aufgaben und Übungen mitzutragen. Der neue Anhänger werde vorläufig in einem Gebäude der ehemaligen Brauerei untergebracht, müsse dann beim Bau der neuen Feuerwache auf dem Hintereder-Gelände nur noch ein paar Meter umziehen.
Nun sprach Pfarrer Scherr mit den Umstehenden Gebete und segnete dann die neuen Feuerwehrgerätschaften mit Weihwasser und Weihrauch.
„Kirche und Feuerwehr gehören schon immer zusammen“, stellte KBR Stahl fest. Zum Großraumlüfter meinte er, dass die Feuerwehren solche Apparate ja nicht zum Selbstzweck kauften, sondern um anderen zu helfen. Damit erweitere sich aber auch das Einsatzportfolio der Minstacher Wehr in der Stadt. Er wisse aber, dass mit dem Gebläse bei anderen Organisationen sehr gute Erfahrungen gemacht wurden.
Kommandant Schießl erinnerte daran, dass bei einer Unterhaltung mit dem Kreisbrandrat und dem Bürgermeister 2025 so ein Großlüfter Thema gewesen sei und dabei festgestellt wurde, dass Chammünster mit seinem Gewerbegebiet mit großen Hallen da durchaus Bedarf hätte.
Seit Ende Juli seien Anhänger und Lüfter in Chammünster, seitdem habe seine Mannschaft schon 140 Ausbildungsstunden am Gerät absolviert, aber sie müssten weiter am Ball bleiben. Wichtig sei nun, dass weitere Feuerwehrler den für den Transport des Geräts nötigen Führerschein machen.